Online Therapie bei Neurodivergenz und Neurodiversität
Die Einzigartigkeit unseres Erlebens verstehen
Vielfalt als Ausdruck seelischer Intelligenz
Neurodiversität beschreibt die natürliche Vielfalt menschlicher Gehirne, Wahrnehmungsweisen und Bewusstseinsformen – die vielen Arten, wie Menschen denken, fühlen und mit ihrer Umwelt in Resonanz treten.
So wie die biologische Vielfalt Ausdruck des Lebens selbst ist, steht auch die neurobiologische Vielfalt für die schöpferische Unterschiedlichkeit des Menschseins.
Sie umfasst sowohl neurotypische Menschen als auch jene, deren Wahrnehmungs- und Verarbeitungsmuster von der gesellschaftlichen Norm abweichen.
Neurodiversität erinnert uns daran, dass diese Unterschiede keine Störungen sind, sondern Ausdruck lebendiger Vielfalt – und dass jedes Nervensystem auf seine Weise vollkommen ist.
In meiner Online-Therapie für Neurodivergenz, Hochsensibilität und Bindungstrauma steht diese Vielfalt im Mittelpunkt – nicht als Diagnose, sondern als Grundlage eines bewussten Verständnisses für die Sprache des Nervensystems.
Was bedeutet Neurodivergenz im therapeutischen Kontext?
Neurodivergenz beschreibt den individuellen Ausdruck innerhalb der Neurodiversität – also die Art, wie ein einzelnes Nervensystem die Welt anders erlebt, interpretiert und verarbeitet.
Ein neurodivergentes Erleben kann sich zeigen in einer intensiveren Wahrnehmung, einem stark vernetzten Denken, erhöhter Empathie oder einer besonderen emotionalen Tiefe.
Zu den häufigsten Ausprägungen gehören:
• ADHS
• Autismus
• Hochsensibilität
• Hochbegabung
• Komplextrauma (C-PTBS)
• Lern- und Wahrnehmungsdifferenzen wie Dyslexie, Dyskalkulie oder Dyspraxie
Diese Unterschiede sind keine Defizite, sondern Ausdruck neurologischer Individualität.
Sie zeigen, wie einzigartig jedes Nervensystem auf Umwelt, Bindung und innere Erfahrungen reagiert – und wie eng Anlage, Prägung und Resonanzfähigkeit miteinander verwoben sind.
Im therapeutischen Kontext wird Neurodivergenz im Integrativen Resonanzmodell (IRM) nicht pathologisiert, sondern als Ausgangspunkt für eine tiefere Erforschung von Selbstregulation, Bindungssensibilität und Verkörperung verstanden.
Mehr dazu findest Du auf der Seite zum Integrativen Resonanzmodell (IRM)
Therapeutische Begleitung bei Neurodivergenz, Hochsensibilität & Trauma
Viele neurodivergente Menschen – insbesondere hochsensible oder durch frühe Bindungsverletzungen geprägte – erleben ihr Nervensystem als „zu viel“, „zu intensiv“ oder „zu verletzlich“.
In einer traumasensiblen, bindungsorientierten Online-Therapie kann gelernt werden, die eigene Wahrnehmung zu verstehen, zu regulieren und als Ressource zu nutzen.
Ziel ist es, den inneren Rhythmus von Sicherheit und Autonomie wiederzufinden – über Achtsamkeit, Atem, Körperwahrnehmung und den sanften Aufbau von Bindungssensibilität.
Hier fließen auch Elemente aus dem traumasensitiven Yoga ein: behutsame Atemlenkung, somatische Erdung, achtsame Bewegung und das Erleben innerer Stabilität durch verkörperte Präsenz.
Bindungssensibilität – der achtsame Raum zwischen Schutz und Vertrauen
Im Integrativen Resonanzmodell (IRM) beschreibt Bindungssensibilität die Fähigkeit, in feinen Schritten auf Bindung und Resonanz zuzugehen – nicht als Funktion, sondern als inneres Spüren, wann und wie Nähe möglich ist.
Sie ist der Übergangsraum zwischen innerem Rückzug und Vertrauen, zwischen Misstrauen und dem ersten Öffnen.
Bindungssensibilität bedeutet, dass das Nervensystem lernt, Sicherheit nicht zu erzwingen, sondern in Resonanz zu erspüren:
Wie viel Nähe fühlt sich gerade stimmig an? Wo brauche ich Eigenraum, um mich sicher zu fühlen? Wann kann ich den Kontakt ein wenig vertiefen?
In diesem Raum wird Bindung zu einem achtsamen Prozess, der sich an der inneren Rhythmik des Nervensystems orientiert.
Bindungssensibilität ist damit Werkzeug und Weg zugleich – sie ermöglicht, Resonanz als Heilbewegung zu erfahren, ohne Überforderung.
Sie ersetzt Druck durch Tempo, Kontrolle durch Vertrauen – und erlaubt, Bindung neu zu lernen: langsam, fein und echt.
Mehr über das Modell der integrativen der Resonanzarbeit (IRM) findest du hier.
Spirituelle Dimension – Bewusstsein,
Resonanz und Sinn
Im Kontext des IRM bedeutet spirituell nicht religiös, sondern bewusstseinsorientiert und verkörpert.
Spirituelle Psychotherapie im Sinne der Resonanzarbeit öffnet einen Raum, in dem das Nervensystem nicht nur verstanden, sondern auch gehört wird – als Ausdruck des Lebensflusses, der durch uns wirkt.
Spirituelle Haltung heißt hier: Bewusstheit für innere Rhythmen entwickeln, Präsenz kultivieren und Vertrauen in die innere Ordnung stärken.
Wenn Bewusstsein, Körper und Bindung wieder in Resonanz treten, entsteht eine Form von innerer Stille und Klarheit, die nicht hergestellt, sondern entdeckt wird.
Heilung geschieht hier nicht durch Leistung, sondern durch Präsenz – das Nervensystem darf loslassen, der Atem darf schwingen, und das Selbst kann sich in seiner Ganzheit erfahren.
Online-Therapie & achtsame Begleitung bei Neurodivergenz
Ich begleite Menschen, die sich in Themen wie Neurodivergenz, Hochsensibilität, Hochbegabung oder Komplextrauma wiederfinden und lernen möchten, ihre Wahrnehmung als Ressource zu verstehen.
In meiner Online-Therapie verbinde ich psychologische, körperorientierte, spirituelle und traumasensitive Ansätze – darunter EMDR, Polyvagal-Theorie, Bindungspsychologie, Resonanzarbeit und Yoga-basierte Regulation.
So entsteht ein sicherer Raum, in dem Selbstregulation, Co-Regulation und innere Balance erfahrbar werden – unabhängig von Diagnosen oder Etiketten.
Jede Form von Neurodivergenz ist ein Ausdruck seelischer Intelligenz.
Wenn sie verstanden und integriert wird, öffnet sich der Weg zu Selbstverbundenheit, innerer Ruhe und Lebendigkeit.
