Hypnosetherapie bei komplexer PTBS (K-PTBS)
und Entwicklungstrauma – online
Komplexe PTBS entsteht nicht durch ein einzelnes Ereignis.
Sie entsteht durch wiederholte oder langanhaltende traumatische Erfahrungen – häufig im Bindungskontext.
Während eine klassische PTBS meist auf ein klar abgrenzbares Schocktrauma zurückgeht, betrifft die komplexe PTBS die Struktur der Selbstorganisation.
Viele Betroffene berichten:
- „Ich habe keine klaren Erinnerungsbilder – aber starke Zustände.“
- „Ich werde emotional überflutet, ohne zu wissen warum.“
- „Ich funktioniere im Alltag – aber innerlich bin ich dauerhaft angespannt.“
- „Ich habe Schwierigkeiten, mich stabil zu fühlen.“
Komplexe PTBS betrifft nicht nur Erinnerung.
Sie betrifft Affektregulation, Selbstbild, Beziehungsgestaltung und Nervensystemstabilität.
Ich arbeite spezialisiert mit Hypnosetherapie bei komplexer PTBS und Entwicklungstrauma – phasenorientiert, traumasensibel und strukturiert.
Die Arbeit verbindet klinische Hypnose, differenzierte Nervensystemregulation und – bei klarer Indikation – bindungsfokussiertes EMDR.
Die Sitzungen finden überwiegend online statt – im deutschsprachigen Raum sowie international.
Was ist komplexe PTBS?
Die komplexe posttraumatische Belastungsstörung (kPTBS) ist in der ICD-11 als eigenständige Diagnose definiert.
Neben den klassischen PTBS-Symptomen (Wiedererleben, Vermeidung, Übererregung) treten zusätzliche Störungen der Selbstorganisation auf:
- anhaltende Affektregulationsprobleme
- tiefgreifende negative Selbstwahrnehmung
- chronische Scham- und Schuldgefühle
- stabile Beziehungsprobleme
- Schwierigkeiten mit Vertrauen und Nähe
Komplexe PTBS ist somit keine „schwere PTBS“, sondern eine strukturell andere Traumafolgereaktion.
Sie betrifft nicht nur einzelne Erinnerungsinhalte –
sondern die innere Organisation von Selbst und Beziehung.
Entwicklungstrauma – wenn Selbstregulation nicht entstehen konnte
Viele Formen komplexer PTBS wurzeln im sogenannten Entwicklungstrauma.
Entwicklungstrauma entsteht, wenn das kindliche Nervensystem über längere Zeit in einem Kontext von Unsicherheit, emotionaler Unvorhersehbarkeit oder chronischer Überforderung aufwächst.
Typische Konstellationen können sein:
- inkonsistente oder selbst traumatisierte Bezugspersonen
- emotionale Vernachlässigung
- chronische Kritik oder Beschämung
- parentifizierende Dynamiken
- Bindung bei gleichzeitiger Angst
In solchen Kontexten konnte das Nervensystem keine stabile Selbstregulation entwickeln.
Die Folge im Erwachsenenalter:
- schnelle Übererregung
- rasche Erschöpfung oder Rückzug
- emotionale Überflutung
- diffuse Scham
- instabile Selbstwahrnehmung
- Schwierigkeiten mit Grenzen
Komplexe PTBS ist daher häufig eine Störung der Zustandsregulation – nicht nur eine Störung der Erinnerung.
Typische Symptome
komplexer PTBS
Komplexe PTBS kann sich zeigen durch:
- emotionale Flashbacks ohne visuelle Bilder
- chronische innere Alarmbereitschaft
- ausgeprägte Selbstkritik
- instabile Selbstidentität
- Beziehungsinstabilität
- Dissoziation oder innere Abspaltung
- psychosomatische Stresssymptome
- starke Scham- oder Schuldzustände
- Probleme mit Nähe und Vertrauen
Nicht jedes Symptom muss gleichzeitig auftreten.
Entscheidend ist die Kombination aus Traumafolgesymptomen und Störung der Selbstorganisation
Was passiert im Nervensystem bei komplexer PTBS?
Bei komplexer PTBS ist das autonome Nervensystem häufig dauerhaft dysreguliert.
Typisch sind schnelle Wechsel zwischen:
- Hyperarousal (Anspannung, Reizbarkeit, Übererregung)
- Hypoarousal (Rückzug, Erstarrung, emotionale Taubheit)
Die Stressachse bleibt schneller aktiviert.
Das limbische System reagiert sensibel auf Beziehungssignale.
Viele Betroffene erleben:
„Ich bin ständig in Alarm – auch ohne konkrete Bedrohung.“
Traumatherapie muss deshalb auf Regulationsebene ansetzen.
Reine Konfrontation ohne Stabilisierung kann destabilisieren.
Hypnosetherapie bei komplexer PTBS – phasenorientiert und regulierend
In meiner Arbeit wird Hypnose nicht zur schnellen Exposition eingesetzt.
Im Vordergrund stehen:
- Aufbau von innerer Sicherheit
- Differenzierung emotionaler Zustände
- Stabilisierung des autonomen Nervensystems
- Entwicklung von Selbstanbindung
- kontrollierte Distanzierung belastender Zustände
Erst bei ausreichender Stabilität werden einzelne Belastungscluster mit bindungsfokussiertem EMDR gezielt verarbeitet.
Das Vorgehen folgt einem klaren Phasenmodell und minimiert Retraumatisierungsrisiken.
Strukturiertes therapeutisches Phasenmodell
- Stabilisierung
Aufbau von Ressourcen, Selbstregulation und innerer Sicherheit - Zustandsdifferenzierung
Erkennen emotionaler Flashbacks, Trigger und innerer Anteile - Gezielte Verarbeitung
EMDR bei klar identifizierbaren und ausreichend stabilisierbaren Belastungsclustern - Integration
Aufbau stabilerer Selbstrepräsentationen und sicherer Bindungsmodelle
Die Arbeit ist langfristig angelegt und prozessorientiert.
Abgrenzung: K-PTBS oder Bindungsangst?
Bindungsangst betrifft primär Nähe-Distanz-Dynamiken.
Bei komplexer PTBS treten zusätzlich strukturelle Merkmale auf:
- tiefgreifende Identitätsunsicherheit
- chronische Scham
- emotionale Flashbacks
- starke Dissoziation
- instabile Selbstorganisation
Die differenzierte Einordnung erfolgt im Erstgespräch.
Online-Hypnosetherapie bei komplexer PTBS
Online-Arbeit kann bei komplexer PTBS sinnvoll sein, wenn eine ausreichende Grundstabilität vorhanden ist.
Vorteile:
- vertraute Umgebung
- reduzierte äußere Belastung
- kontinuierliche therapeutische Struktur
- bessere Integration in den Alltag
Ich arbeite ausschließlich mit klarer Indikationsstellung und transparenter Prozessführung.
Für wen ist diese Arbeit geeignet?
Geeignet bei:
- diagnostizierter oder vermuteter komplexer PTBS
- Entwicklungstrauma
- chronischer emotionaler Instabilität
- anhaltender innerer Alarmbereitschaft
- wiederkehrenden Beziehungstraumata
Nicht geeignet bei:
- akuter Selbst- oder Fremdgefährdung
- akuter psychiatrischer Krise
- schwerer, unkontrollierter Dissoziation ohne Stabilisierung
Erstgespräch bei komplexer PTBS
Im unverbindlichen Erstgespräch klären wir:
- deine aktuelle Symptomatik
- deine Stabilität im Alltag
- deine bisherige therapeutische Erfahrung
- die geeignete therapeutische Struktur
- eine realistische Einschätzung des zeitlichen Rahmens
Die Begleitung ist strukturiert, verbindlich und in der Regel mittel- bis langfristig angelegt.
FAQ – Komplexe PTBS & Hypnosetherapie
Was unterscheidet komplexe PTBS von klassischer PTBS?
Komplexe PTBS betrifft zusätzlich Selbstorganisation, Affektregulation und Beziehungsfähigkeit.
Ist komplexe PTBS behandelbar?
Stabile Regulation und Integration sind möglich. Der Prozess erfordert Zeit und Struktur.
Kann Hypnosetherapie bei K-PTBS online wirksam sein?
Ja, sofern ausreichende Stabilität vorhanden ist und phasenorientiert gearbeitet wird.
Wird EMDR automatisch eingesetzt?
Nein. EMDR wird nur bei klarer Indikation und ausreichender Stabilität integriert.
Wie lange dauert die Behandlung?
Komplexe PTBS erfordert in der Regel eine mittel- bis langfristige Begleitung.

