Bindungstrauma-Test: Habe ich ein Bindungstrauma?
Selbsteinschätzung mit 20 Aussagen – anonym und mit sofortiger Auswertung
Vielleicht spüren Sie schon länger, dass Nähe Sie anstrengt, dass Sie sich stark anpassen oder dass sich in Ihren Beziehungen ähnliche Muster wiederholen. Vielleicht fragen Sie sich, ob das mit Ihren frühen Erfahrungen zu tun hat.
Dieser Selbsttest hilft Ihnen, Ihr heutiges Erleben in fünf Bereichen einzuschätzen, die bei Bindungstrauma häufig betroffen sind: Nähe und Vertrauen, Selbstwert, Emotionsregulation, Körper und Beziehungsmuster. Er basiert auf meiner langjährigen therapeutischen Arbeit mit Bindungs- und Entwicklungstrauma.
Wichtig: Der Test dient ausschließlich der Selbsteinschätzung und Orientierung. Er stellt keine Diagnose und ersetzt keine fachliche Abklärung.
So funktioniert der Bindungstrauma-Test
Sie lesen 20 Aussagen und wählen jeweils, wie sehr sie auf Sie zutreffen – von „trifft gar nicht zu“ bis „trifft voll zu“. Antworten Sie spontan danach, wie es Ihnen in den letzten Monaten meistens ging. Der Test dauert etwa fünf Minuten.
Am Ende sehen Sie sofort Ihr persönliches Profil: eine Gesamteinschätzung, Ihre Werte in den fünf Bereichen und Hinweise zu den Bereichen mit den höchsten Werten. Ihre Antworten bleiben auf Ihrem Gerät und werden nicht gespeichert.
Selbsttest Habe ich ein Bindungstrauma?
20 Aussagen, etwa 5 Minuten. Antworten Sie spontan danach, wie es Ihnen in den letzten Monaten meistens ging. Ihre Antworten bleiben auf Ihrem Gerät und werden nicht gespeichert.
Dieser Selbsttest dient ausschließlich der Selbsteinschätzung und Orientierung. Er stellt keine Diagnose und ersetzt keine fachliche Abklärung.
Ihre Auswertung Selbsttest Bindungstrauma
Ihr Ergebnis dient Ihrer persönlichen Orientierung. Es ist keine Diagnose.
Wenn Sie Ihr Ergebnis gemeinsam einordnen möchten, können Sie einen Termin anfragen.
Dieser Selbsttest dient ausschließlich der Selbsteinschätzung und Orientierung. Er stellt keine Diagnose und ersetzt keine fachliche Abklärung. In einer akuten Krise erreichen Sie Hilfe über den Notruf 112 oder die Telefonseelsorge (Deutschland 0800 111 0 111, Österreich 142, Schweiz 143).
Was ist ein Bindungstrauma?
Ein Bindungstrauma entsteht, wenn wichtige Bezugspersonen in der Kindheit emotional wenig verfügbar, unberechenbar oder selbst stark belastet waren. Ein Kind ist auf Beziehung angewiesen. Es entwickelt deshalb Strategien, um Nähe und Sicherheit unter den gegebenen Bedingungen zu organisieren – durch Anpassung, Wachsamkeit oder Rückzug.
Diese Strategien waren damals sinnvoll. Im Erwachsenenleben wirken sie oft weiter: in Beziehungen, im Selbstwert und im Nervensystem. Ausführlich beschreibe ich die Zusammenhänge unter Kindheitstrauma und Bindungstrauma online verarbeiten.
Nähe und Vertrauen
Wie sicher fühlt sich emotionale Nähe für Sie an? Menschen mit Bindungstrauma erleben Nähe oft gleichzeitig als ersehnt und als anstrengend. Mehr dazu unter Bindungsdynamiken verstehen.
Selbstwert und Anpassung
Wie sehr hängt Ihr Selbstwert davon ab, wie andere Sie sehen? Starke Anpassung und ein strenger innerer Kritiker sind häufige Folgen früher Bindungsverletzungen. Mehr dazu unter Toxische Scham bei Bindungstrauma.
Emotionsregulation
Wie schnell kommen Sie nach starken Gefühlen wieder zur Ruhe? Intensive Reaktionen oder innere Leere zeigen, wie früh das Nervensystem gelernt hat, auf Belastung zu reagieren. Mehr dazu unter Überlebensmodi bei Bindungstrauma.
Körper und Nervensystem
Wie viel Anspannung und Wachsamkeit trägt Ihr Körper? Frühe Erfahrungen speichern sich häufig als Daueranspannung oder körperliche Stressreaktionen. Mehr dazu unter Bindungstrauma im Körper lösen.
Beziehungsmuster
Wiederholen sich in Ihren Beziehungen ähnliche Dynamiken? Das Schwanken zwischen Nähe und Distanz ist eines der deutlichsten Zeichen früher Bindungserfahrungen. Mehr dazu unter Bindungsstile verstehen.
Typische Anzeichen eines Bindungstraumas im Erwachsenenalter
• Angst vor Nähe und gleichzeitig ein starkes Bedürfnis danach
• ausgeprägte Verlustangst oder Rückzug, sobald Beziehungen verbindlicher werden
• starke Anpassung und Schwierigkeiten, eigene Bedürfnisse zu spüren
• ein strenger innerer Kritiker und anhaltende Selbstzweifel
• Daueranspannung, Wachsamkeit und Erschöpfung
• das Gefühl, trotz aller Einsicht immer wieder gleich zu reagieren
Wie Sie Ihr Ergebnis einordnen
Ihr Ergebnis zeigt Tendenzen und Schwerpunkte, keine Diagnose. Ein erhöhter Wert in einem Bereich bedeutet, dass hier Muster wirken, die nach frühen Bindungserfahrungen häufig vorkommen. Diese Muster sind verständliche Schutzstrategien – und sie sind veränderbar.
Besonders aussagekräftig ist das Zusammenspiel der Bereiche. Wenn mehrere Bereiche erhöht sind, lohnt sich eine fachliche Einordnung, in der auch Ihre Geschichte, Ihre Ressourcen und Ihre heutige Lebenssituation Raum bekommen.
Wie kann ein Bindungstrauma behandelt werden?
Bindungsmuster sind im impliziten Gedächtnis gespeichert und verändern sich durch neue, wiederholte Erfahrungen von Sicherheit. In meiner Arbeit verbinde ich dafür Stabilisierung und Ressourcenaufbau mit gezielten Methoden:
- Bindungsfokussierte Online-EMDR-Traumatherapie zur Verarbeitung früher Bindungserfahrungen
- Hypnosetherapie bei Bindungsangst für neue Erfahrungen von Nähe und innerer Sicherheit
- Online-Traumatherapie bei Bindungstrauma als phasenorientierter Gesamtrahmen
Die Begleitung findet online auf Deutsch statt – für Menschen in Deutschland, Österreich, der Schweiz und im Ausland.
Häufige Fragen zum Bindungstrauma-Test
Kann ich mit diesem Test ein Bindungstrauma feststellen?
Der Test gibt Ihnen eine Orientierung, in welchen Bereichen typische
Muster wirken.
Eine fachliche Einschätzung erfolgt im persönlichen Gespräch.
Werden meine Antworten gespeichert?
Nein. Die Auswertung erfolgt direkt in Ihrem Browser, es werden keine Daten übertragen oder gespeichert.
Was bedeutet es, wenn mein Ergebnis hoch ausfällt?
Ein hohes Ergebnis zeigt, wie viel Ihr Nervensystem bisher getragen hat. Es ist ein Hinweis darauf, dass eine traumasensible
Begleitung hilfreich sein kann – und ein guter Ausgangspunkt für Veränderung.
Was ist der Unterschied zwischen Bindungstrauma und Bindungsangst?
Bindungstrauma beschreibt die frühen Erfahrungen und ihre umfassenden Folgen. Bindungsangst ist eine mögliche Folge davon
und zeigt sich vor allem in Nähe-Distanz-Dynamiken.
Kann ein Bindungstrauma heilen?
Ja. Bindungsmuster bleiben ein Leben lang entwicklungsfähig. Durch neue, wiederholte Erfahrungen von Sicherheit können sich
Selbstwert, Regulation und Beziehungen spürbar verändern.
Weitere Selbsttests
In der Übersicht aller Selbsttests finden Sie weitere Tests zu Bindung, Kindheit und Nervensystem.
→ Hier können Sie einen Termin anfragen.
In einer akuten Krise erreichen Sie Hilfe über den Notruf 112
oder die Telefonseelsorge
Deutschland 0800 111 0 111
Schweiz 143
