Bindungstyp-Test: Welcher Bindungstyp bin ich?
Selbsteinschätzung mit 20 Aussagen – anonym und mit sofortiger Auswertung
Manche Menschen suchen in Beziehungen viel Nähe und Bestätigung. Andere brauchen schnell wieder Abstand, sobald es eng wird. Wieder andere erleben beides zugleich. Hinter diesen Mustern stehen Bindungsstile, die sich in frühen Beziehungserfahrungen entwickelt haben und uns bis ins Erwachsenenalter begleiten.
Dieser Selbsttest zeigt Ihnen, zu welchem der vier Bindungsstile Sie neigen: sicher, ängstlich, vermeidend oder desorganisiert. Er basiert auf dem gut erforschten Zwei-Dimensionen-Modell der Bindungsforschung und auf meiner langjährigen therapeutischen Arbeit mit Bindung und Beziehung.
Wichtig: Der Test dient ausschließlich der Selbsteinschätzung und Orientierung. Er stellt keine Diagnose und ersetzt keine fachliche Abklärung.
So funktioniert der Bindungstyp-Test
Sie lesen 20 Aussagen über enge Beziehungen – Partnerschaft, Familie oder tiefe Freundschaften – und wählen jeweils, wie sehr sie auf Sie zutreffen. Der Test dauert etwa fünf Minuten.
Die Aussagen erfassen zwei Dimensionen: Ihre Verlustangst, also das Bedürfnis nach Nähe und Bestätigung, und Ihre Nähevermeidung, also das Bedürfnis nach Abstand und Unabhängigkeit. Aus der Kombination ergibt sich Ihre Bindungstendenz, die Sie sofort in der Auswertung sehen. Ihre Antworten bleiben auf Ihrem Gerät und werden nicht gespeichert.
Selbsttest Welcher Bindungstyp bin ich?
20 Aussagen, etwa 5 Minuten. Denken Sie an enge Beziehungen – Partnerschaft, Familie oder tiefe Freundschaften – und antworten Sie spontan. Ihre Antworten bleiben auf Ihrem Gerät und werden nicht gespeichert.
Dieser Selbsttest dient ausschließlich der Selbsteinschätzung und Orientierung. Er stellt keine Diagnose und ersetzt keine fachliche Abklärung.
Ihre Auswertung Selbsttest Bindungstyp
Ihr Ergebnis dient Ihrer persönlichen Orientierung. Es ist keine Diagnose.
Wenn Sie Ihr Ergebnis gemeinsam einordnen möchten, können Sie einen Termin anfragen.
Dieser Selbsttest dient ausschließlich der Selbsteinschätzung und Orientierung. Er stellt keine Diagnose und ersetzt keine fachliche Abklärung. In einer akuten Krise erreichen Sie Hilfe über den Notruf 112 oder die Telefonseelsorge (Deutschland 0800 111 0 111, Österreich 142, Schweiz 143).
Die vier Bindungstypen im Überblick
Sicherer Bindungstyp
Nähe und Eigenständigkeit lassen sich gut miteinander verbinden. Sicher gebundene Menschen können vertrauen, Bedürfnisse äußern und Konflikte aushalten, ohne die Beziehung grundsätzlich infrage zu stellen.
Ängstlicher Bindungstyp
Nähe ist sehr wichtig, und die Sorge, sie zu verlieren, ist oft präsent. Typisch sind ein großes Bedürfnis nach Bestätigung, starke Anpassung und Unruhe, wenn der andere auf Abstand geht.
Vermeidender Bindungstyp
Unabhängigkeit gibt Sicherheit. Bei viel Nähe entsteht schnell der Wunsch nach Rückzug, und über Gefühle zu sprechen, fällt eher schwer. Probleme werden am liebsten allein gelöst.
Desorganisierter Bindungstyp
Der Wunsch nach Nähe und das Bedürfnis nach Abstand sind beide stark. Beziehungen fühlen sich dadurch oft widersprüchlich an – ein Hin und Her zwischen Annäherung und Rückzug.
Ausführlich beschreibe ich alle vier Bindungsstile, ihre Entstehung und ihre Auswirkungen unter Bindungsstile verstehen.
Wie entstehen Bindungstypen?
Bindungstypen entwickeln sich in den ersten Lebensjahren. Ein Kind passt sich an die Beziehungserfahrungen an, die es mit seinen wichtigsten Bezugspersonen macht. War Zuwendung verlässlich, entsteht meist eine sichere Bindung. War sie wechselhaft, kann sich eine ängstliche Strategie entwickeln. Fanden Gefühle wenig Resonanz, schützt oft der Rückzug. Wenn Nähe zugleich Sicherheit und Belastung bedeutete, entsteht häufig ein desorganisiertes Muster.
Diese Strategien waren damals sinnvolle Anpassungen. Mehr über frühe Prägungen lesen Sie unter
Kindheitstrauma und Bindungstrauma online verarbeiten.
Bindungstyp und Partnerschaft
In Partnerschaften zeigt sich der Bindungstyp besonders deutlich. Häufig finden sich ängstlich und vermeidend gebundene Menschen zusammen: Der eine sucht Nähe, der andere zieht sich zurück – und beide verstärken ungewollt das Muster des anderen. Wie solche Nähe-Distanz-Dynamiken entstehen und sich verändern lassen, beschreibe ich unter Bindungsdynamiken verstehen.
Kann sich mein Bindungstyp verändern?
Ja. Bindungsstile bleiben ein Leben lang entwicklungsfähig. Neue, wiederholte Erfahrungen von Verlässlichkeit – in Beziehungen, in der Therapie und im Umgang mit sich selbst – können einen unsicheren Bindungsstil Schritt für Schritt in Richtung Sicherheit verändern. Fachlich spricht man dann von erarbeiteter Sicherheit.
Wie Sie Ihr Ergebnis einordnen
Ihr Ergebnis zeigt eine Tendenz, keine feste Zuordnung. Viele Menschen tragen Anteile mehrerer Bindungsstile in sich, je nach Beziehung und Lebensphase. Liegen Ihre Werte nahe an einer Grenze, weist die Auswertung darauf hin.
Wenn Ihr Ergebnis einen desorganisierten Bindungsstil zeigt, kann zusätzlich der Selbsttest Bindungstrauma eine hilfreiche Orientierung geben.
Begleitung bei unsicherer Bindung
In meiner Arbeit verbinde ich Stabilisierung und Ressourcenaufbau mit Methoden, die direkt an Bindungsmustern ansetzen:
- Hypnosetherapie bei Bindungsangst für neue Erfahrungen von Nähe und innerer Sicherheit
- Bindungsfokussierte Online-EMDR-Traumatherapie zur Verarbeitung früher Beziehungserfahrungen
- Online-Traumatherapie bei Bindungstrauma als phasenorientierter Gesamtrahmen
Die Begleitung findet online auf Deutsch statt – für Menschen in Deutschland, der Schweiz und im Ausland.
Häufige Fragen zum Bindungstyp-Test
Welche Bindungstypen gibt es?
Die Bindungsforschung unterscheidet vier Bindungsstile:
- sicher,
- ängstlich (auch ängstlich-ambivalent)
- vermeidend (auch unsicher-vermeidend)
- desorganisiert (auch ängstlich-vermeidend).
Ist der Test eine Diagnose?
Nein. Der Test dient ausschließlich der Selbsteinschätzung und Orientierung. Eine fachliche Einschätzung erfolgt im persönlichen Gespräch.
Werden meine Antworten gespeichert?
Nein. Die Auswertung erfolgt direkt in Ihrem Browser, es werden keine Daten übertragen oder gespeichert.
Kann ich mehrere Bindungstypen haben?
Ja, das ist häufig. Viele Menschen zeigen je nach Beziehung unterschiedliche Anteile. Der Test zeigt Ihre überwiegende Tendenz.
Was ist der Unterschied zwischen Bindungstyp und Bindungsangst?
Der Bindungstyp beschreibt Ihr gesamtes Beziehungsmuster. Bindungsangst ist ein Teil davon und zeigt sich vor allem in der Sorge um Nähe oder im Rückzug bei zu viel Nähe.
Weitere Selbsttests
In der Übersicht aller Selbsttests finden Sie weitere Tests zu Bindung, Kindheit und Nervensystem, zum Beispiel den Selbsttest Bindungstrauma.
→ Hier können Sie einen Termin anfragen.
In einer akuten Krise erreichen Sie Hilfe über den Notruf 112 oder die Telefonseelsorge
(Deutschland 0800 111 0 111, Schweiz 143).
